
Dichtheitsprüfung nach DIN EN 1610 & DIN 1986-30
Druckprüfung mit Luft oder Wasser nach DIN EN 1610 und DIN 1986-30, inklusive Protokoll.
Grundlage unserer Arbeit
- DIN EN 1610
- DIN 1986-30
- ATV-DVWK-A 139
Vor Ort in Schleswig-Holstein, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Bremen, Niedersachsen und NRW.
0431 888 266 48Grundlagen
Grundlage: DIN EN 1610DIN 1986-30
Neu errichtete oder wesentlich veränderte Abwasserleitungen werden nach DIN EN 1610 geprüft, Bestandsleitungen nach DIN 1986-30. Daneben gelten das jeweilige Landeswassergesetz und die Satzung der Gemeinde. Die DIN EN 1610 legt die Prüfverfahren europaweit verbindlich fest.

Prüfverfahren
Grundlage: DIN EN 1610ATV-DVWK-A 139
Gemäß DIN EN 1610 und Arbeitsblatt ATV-DVWK-A 139 werden neue Abwasserleitungen, Revisionsschächte und zugehörige Elemente vor Inbetriebnahme per Druckprüfung mit Luft (Verfahren LC/LD) oder Wasser (Verfahren W) auf Dichtheit geprüft.
Druckprüfung mit Luft
Verfahren LC/LD
Druckprüfung mit Wasser
Verfahren W
Protokoll
Grundlage: DIN EN 1610
Die DIN EN 1610 schreibt ein Prüfprotokoll vor, u. a. mit Auftraggeber, Prüfort, Datum, Bestandsdaten (Kanalart, Nennweite), Prüfvorschriften, Drücken, Toleranzen und Ergebnis.
Vor der Bauabnahme
Bauherren sollten sich das Protokoll vor der Bauabnahme vorlegen lassen; je nach Abwassersatzung ist es aufzubewahren oder der Gemeinde vorzulegen.
Warum prüfen?
Undichte Abwasserleitungen verschmutzen Erdreich und Grundwasser. Eindringendes Grundwasser verursacht zusätzliche Kosten bei Transport und Reinigung des Abwassers.
§ 60 Wasserhaushaltsgesetz verlangt, dass Abwasseranlagen nach den allgemein anerkannten Regeln der Technik errichtet, betrieben und unterhalten werden (u. a. DIN 1986-30, DIN EN 1610). Auch für den Verkehrswert einer Immobilie gewinnt der Zustand der Entwässerung an Bedeutung.

Was wird geprüft?
Schmutzwasserleitungen unter der Sohlplatte und außerhalb des Gebäudes, einschließlich Kontrollschächten und Revisionsöffnungen, bis zur Grundstücksgrenze bzw. zum Übergabeschacht (je nach Abwassersatzung). Unterschieden werden Schmutz-, Regen- und Mischwasserleitungen.

Fristen
In Wasserschutzgebieten (Zone II: Wiederholungsprüfung nach 5 Jahren, Zone III/IIIa: nach 15 Jahren) und bei gewerblichem Abwasser gelten strengere Fristen; Anlagen mit häuslichem Abwasser sind je nach Kommune wiederkehrend (i. d. R. alle 30 Jahre) zu prüfen.
Maßgeblich ist immer die örtliche Abwassersatzung: Wir prüfen das gerne für Sie.
- 5 Jahre
Wasserschutzgebiet Zone II
- 15 Jahre
Wasserschutzgebiet Zone III/IIIa
- 30 Jahre
häusliches Abwasser, je nach Kommune
Kosten
Die Dichtheitsprüfung trägt der Grundstückseigentümer; allein die Prüfung liegt je nach Aufwand meist zwischen 100 und 300 Euro. Preisfaktoren sind u. a. Länge und Durchmesser der Leitungen, notwendige Reinigungen und Verzweigungen.
Tipp
Prüfung und eventuelle Sanierung getrennt beauftragen, dann hat der Gutachter kein finanzielles Interesse an einer Sanierung. Auch gemeinsame Beauftragungen mit Nachbarn sparen Kosten.
